vergiss die Photos nicht

„…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…“

nie zapomnij...

Am 1. August, dem Vortag der Zeremonie zum Gedenken an die Liquidierung des sog. Zigeunerfamilienlagers in Birkenau, wurde in der IJBS feierlich die Dauerausstellung „…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…“ eröffnet.

Die zweisprachige Ausstellung (Deutsch/Englisch) erinnert exemplarisch anhand der Lebens- und Leidenswege von drei Familien an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma und ist Ergebnis der langjährigen Forschungen von Prof. Eve Rosenhaft von der Universität Liverpool und Jana Müller vom Alternativen Jugendzentrum Dessau.

Die Ausstellung präsentiert Fotografien der mitteldeutschen Sinti und Roma in Dessau-Roßlau, die zwischen 1932 und 1939 von dem Fotojournalisten Hans Weltzel angefertigt wurden. Es sind einzigartige Fotografien von Männern, Frauen und Kindern, die wenige Jahre nach den Aufnahmen fast alle dem Genozid zum Opfer fielen. Zu den von Weltzel Fotografierten gehört die Familie von Erna Lauenburger (Unku), bekannt aus dem Roman „Ede und Unku“ von Alex Wedding (Grete Weiskopf) und die Familie von Raffaela Laubinger. Ihr Vater war Häftling der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald, engagierte sich nach Kriegsende in der Bürgerrechtsbewegung und arbeitete ab Mitte der 1980-er Jahre ehrenamtlich im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma mit. Ganz besonders setzte er sich für Entschädigungsleistungen für Verfolgte ein. Heute, nach dem Tod ihres Vaters, trägt seine Tochter Raffaela die Erinnerung an ihren Vater an die junge Generation weiter. An dem Gespräch in der IJBS nahmen Teilnehmer*innen der Studienfahrten nach Auschwitz sowie Delegationen, die zur Zeremonie am Internationalen Gedenktag an den Genozid an den Sinti und Roma angekommen sind, teil.

Die Ausstellung „…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…“ kann man in der IJBS bis Ende August 2018 besichtigen (Forum Raum).

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