A HOUSE TO LIVE
A PLACE TO LEARN

Wir sind in der Stadt Oświęcim, um uns an Auschwitz zu erinnern. Um zu überzeugen, dass wir aus der Vergangenheit lernen müssen. Wir zeigen, dass Oświęcim ein Ort der Begegnung, der Versöhnung und der Verständigung sein kann. Wir sind in der Stadt Oświęcim, damit Auschwitz sich nicht wiederholt.

Erinnerungsbilder

Deutsch-polnisches Fotoseminar für Jugendliche

 

Vom 10. bis 16. Mai 2026 fand in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in Oświęcim/Auschwitz das deutsch-polnische Fotoseminar „Erinnerungsbilder“ statt. An dem Projekt nahmen Jugendliche aus dem Landkreis Oświęcim und dem deutschen Landkreis Dachau teil. Die Begegnung bot den jungen Menschen nicht nur die Gelegenheit, ihre künstlerische Leidenschaft zu entfalten, sondern war vor allem ein Raum für eine tiefgründige Reflexion über die Geschichte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz sowie über das heutige Gesicht der Gedenkstätte.

Ziel der Arbeitswoche war es, durch das Medium Fotografie einen eigenen, einzigartigen Blick auf die schwierige Vergangenheit zu suchen. Die Teilnehmenden versuchten, persönliche Emotionen und Gedanken in die Sprache der Bilder zu übersetzen. Dies ermöglichte es ihnen, eine völlig neue, eigene Perspektive auf einen Ort zu entwickeln, den sie bislang hauptsächlich aus Geschichtsbüchern oder offiziellen Dokumenten kannten.

Ein zentraler Programmpunkt war das Fotografieren auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau selbst. Dank Sondergenehmigungen konnten die Teilnehmenden unter der Betreuung einer Guide und des Fotografen ihre Aufnahmen zu verschiedenen Tageszeiten machen – darunter auch während der einzigartigen und von großer Konzentration geprägten Abendstunden. Die Jugendlichen suchten nach ganz persönlichen Motiven und Bildausschnitten, um ihre Emotionen visuell auszudrücken.

All diese Erfahrungen – sowohl die künstlerischen als auch die sozialen – wurden durch die intensive Arbeit bei der Bildauswahl, dem Verfassen von Autorenkommentaren und der Gestaltung des Ausstellungsraums abgerundet.

Den krönenden Abschluss des Seminars bildete die feierliche Ausstellungseröffnung, die am Freitag, den 15. Mai, in der IJBS unter Beteiligung geladener Gäste stattfand. Die von den Jugendlichen geschaffenen „Erinnerungsbilder“ zeigen, dass der deutsch-polnische Dialog und die gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte der beste Weg sind, um in der heutigen Welt verantwortungsvolle demokratische Werte und Bürgerbewusstsein zu stärken. Die Ausstellung ist weiterhin in den Räumen der IJBS zu sehen, bevor sie in Zukunft als Wanderausstellung an den Schulen der Projektteilnehmenden gezeigt wird. Schon heute können die Ergebnisse ihrer Arbeit auch auf dem eigenen Instagram-Kanal verfolgt werden: @erinnerungsbilderobrazypamieci.

Der Fotoworkshop wurde von Andrzej Rudiak geleitet.

 

Veranstalter und Partner des Projekts:

Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz (IJBS)
Max-Mannheimer-Studienzentrum
In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Oświęcim und dem Landratsamt Dachau, dem Stanisław-Konarski-Lyzeum in Oświęcim und dem Gymnasium Markt Indersdorf

 

Koordination:

Judith Hoehne-Krawczyk, hoehne@mdsm.pl
Magdalena Geier, geier@mmsz-dachau.de 

 

Die Fotoworkshops wurden aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) im Rahmen des Förderprogramms „Wege zur Erinnerung“ finanziert.

Finanzielle Unterstützung: Verein zur Förderung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim e.V., Landkreis Oświęcim.

 

Fot.: Andrzej Rudiak, Patricia Melzl

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