18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees, 22.–26. September 2026 in Oswiecim: Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen aus zwölf Ländern beraten über Erinnerung, Antisemitismus und die Verteidigung der Demokratie.
Mit einem Grußwort der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ist am Wochenende die 18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees zu Ende gegangen, zu der Überlebende des Holocaust mit ihren Nachkommen und Repräsentanten von Auschwitz- Stiftungen aus 12 Ländern in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz zusammengekommen waren.
In ihrer Eröffnungsrede betonte Dr. Eva Umlauf, Präsidentin des Komitees:
"Für mich als Überlebende des Lagers ist diese Versammlung, sind Sie alle, ein Grund zur Hoffnung in schwierigen Zeiten. Nein, wir werden in diesen schwierigen Zeiten nicht schweigen- gerade an diesem Ort nicht, an dem die deutschen Nazis so viele von uns gequält und ermordet haben. Wir vergessen sie nicht, niemanden von ihnen und wir vergessen auch nicht, wer die Täter waren und wohin der Antisemitismus, der Rassenhass und ihre mörderische Ideologie sie geführt haben. Und wir wissen und beobachten, dass es schon wieder viel zu viele Menschen gibt, die dieser Ideologie zu folgen bereit und von Hass gegen uns und die Demokratie erfüllt sind."
Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen dankte in ihrem Grußwort den Überlebenden und ihren Organisation für ihr Engagement: "Seit Jahrzehnten legen Sie Zeugnis ab- in Schulen, an Gedenkorten, bei öffentlichen Veranstaltungen. Sie finden Worte für ein Grauen, das sich nicht in Worte fassen läßt. Unermüdlich geben Sie die Lehren weiter, die unser friedliches Zusammenleben erst ermöglichen: Hasst nicht! Seid tolerant! Respektiert Unterschiede! Diese Arbeit ist so schwer, wie sie wichtig ist. Weil wir uns erinnern, konnten wir unser Haus Europa auf Würde, Freiheit und Gleichheit bauen. Und weil wir uns erinnern, müssen wir weiterhin dafür kämpfen.
Zu den Ergebnissen der Generalversammlung betonte Christoph Heubner, der Exekutiv -Vizepräsident des Komitees:
"Viele der Delegierten berichteten über ihr Engagement angesichts des zunehmendem Antisemitismus und der Verbreitung rechtspopulistischer Ideologien in ihren Heimatländern. Grundsätzlich sei die gesellschaftliche Akzeptanz rechtsextremen und rassistischen Gedankengutes in ihren Gesellschaften gewachsen. Vielerorts nähmen deshalb die Unsicherheit und die Angst jüdischer Familien angesichts des permanenten Trommelns rechtsextremer Ideologen auch im digitalen Raum zu.“
Als Präsidentin bestätigten die Delegierten die Auschwitz-Überlebende Dr. Eva Umlauf, als Exekutiv -Vizepräsident wurde erneut Christoph Heubner bestätigt.













